1 Briefmarke 5 Heller 1910 80. Geburtstag von Kaiser Franz Joseph pfr. MiNr 166

Briefmarken aus Österreich bis 1945 bei eBay

Im Juni 1850 begann die Postbehörde von Österreich damit, geschnittene Briefmarken auf einem groben Papier mit der Dekoration des Wappens auszuteilen. Das Abbild von Kaiser Franz Joseph auf Briefmarken aus Österreich bis 1867 wurde allmählich durch das Wappen in einem ovalen Rahmen ersetzt. Es wurde jedoch zur Gründung des Österreichisch-Ungarischen Reiches wiedereingeführt.

Welche Besonderheiten zeichnen Briefmarken aus Österreich aus der Kaiserzeit aus?

Für Sammler von Briefmarken aus Österreich der Jahrgänge 1918 bis 1944 sind die diagonalen Striche ein bekanntes Merkmal. Im Jahr 1899 wurden diese Lackstäbe vor dem Druck auf dem Stempelpapier angebracht, um die Reinigung und Wiederverwendung von Briefmarken zu verhindern. Diese Methode wurde zuletzt bei der 1908er Ausgabe angewendet. Aus dem Jahr 1908 stammt auch eine besondere Reihe von Erinnerungsmarken an das 60. Herrschaftsjubiläum des Kaisers. Diese Marken wurden 1910 erneut herausgegeben. Die Motive blieben gleich, jedoch zierte alle Marken entweder das Datum 1830 oder 1910 zur Feier des 80. Geburtstags des Kaisers. Die 1916er Ausgabe zeigt den Kaiser mit der österreichischen Krone und dem Wappen, gefolgt von einer kurzen Phase von Kaiser Karl dem Ersten, der auf Briefmarken zwischen den Jahren 1917 und 1919 abgebildet war.

Welche Merkmale kennzeichnen Briefmarken aus Österreich nach 1918?

Für die ersten Briefmarkenausgaben des Deutsch-Österreichischen Reiches wurden 1918 die alten Exemplare mit Überdrucken von Deutschösterreich verwendet. 1919 veröffentlichte die Republik neue Marken, die mit dem Posthorn, dem Wappen und anderen neuen künstlerischen Elementen sowie der Inschrift Deutschösterreich verziert waren. Die Hyperinflation in den 1920er Jahren zwang die österreichischen Postbehörden, neue Stempel in steigenden Werten zu drucken, die 1924 einen Höchststand von bis zu 10.000 Kronen erreichten. Auffällige Ausgaben waren zudem die szenischen Ansichten von 1929 und die regionalen Kostüme von 1934. Dem Einmarsch der deutschen Streitkräfte im März 1938 folgte ein mehrere Monate dauernder Übergang des Postsystems, währenddessen eine gemischte Frankierung den Gebrauch deutscher und österreichischer Briefmarken erlaubte.